Energiewende macht Strom 2012 teurer

by admin
Published on: 27. September 2011
Categories: Hobby/Handwerk
Tags: No Tags
Comments: No Comments

Alle Jahre wieder steigen pünktlich zum Herbst die Preise für Energie. Der Beschluss zur grünen Energiewende könnte die Strompreisspirale im kommenden Winter besonders stark nach oben drücken. Denn entgegen der bisherigen Prognosen der Bundesregierung gehen Verbraucherschützer und Wirtschaftsverbände von deftigen Preissteigerungen auf dem Strommarkt aus. Vor allem die privaten Verbraucher werden für die Förderung der regenerativen Energien tiefer in die Tasche greifen müssen.

EEG-Umlage steigt erneut

Noch im Frühjahr versicherte die Bundesregierung, dass die Energiewende keinen negativen Effekt auf die Verbraucherpreise für Strom haben werde. Ab 2012 solle die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostromausbaus gar gesenkt werden, hieß es noch im Februar dieses Jahres in einer Regierungserklärung. Wider Erwarten soll die EEG-Umlage für Strom nun im kommenden Jahr doch steigen. Um rund zehn Prozent soll die Umlage ab 2012 steigen, die von den privaten Haushalten gezahlt werden muss. Prognosen gehen davon aus, dass die Umlage ab Januar von gegenwärtig 3,5 Cent pro Kilowattstunde auf 3,8 Cent pro Kilowattstunde Strom moderat angehoben werden wird. Für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden würde die jüngste Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine finanzielle Mehrbelastung von etwa zwölf Euro im Jahr nach sich ziehen. Hinzu kommen die zusätzlichen, saisonal bedingten Preissteigerungen der Energieanbieter. Zahlreiche Versorger hatten bereits in den Sommermonaten Preiserhöhungen für den Herbst angekündigt. Noch bevor die Energiepreise im Oktober bei vielen Lieferanten anziehen, lohnt sich ein rechtzeitiger Besuch auf www.wechseln.de – einem Portal, das umfassende Informationen zum Stromanbieterwechsel bietet und das Strompreise vergleichen mit dem kostenlosen Online-Rechner zum Kinderspiel werden lässt.

Negative Bilanz der Netzbetreiber

Bereits im vergangenen Januar war die EEG-Umlage um stolze 70 Prozent auf 3,5 Cent je Kilowattstunde angestiegen. Sie wird von den Betreibern der Stromübertragungsnetze erhoben, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Die Netzbetreiber müssen nachhaltig erzeugten Strom in das öffentliche Energienetz einspeisen und dem Energieerzeuger eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung zahlen. Fallen die tatsächlichen Strompreise an der deutschen Energiebörse allerdings geringer aus, wird die Differenz durch die Einnahmen aus der EEG-Umlage ausgeglichen, um die Ökostrom-Ausbauziele der Bundesregierung erreichen zu können.

In den vergangenen Monaten rutschte das Umlagenkonto der Netzbetreiber aufgrund der niedrigen Preise an der Leipziger Strombörse kräftig ins Minus. Insgesamt summierte sich die Einspeisevergütung für den erzeugten Ökostrom in den ersten acht Monaten des Jahres auf 10,87 Milliarden Euro, der Börsenwert der erzeugten Strommenge erreichte allerdings nur einen Wert von knapp drei Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine Differenz von knapp 8,6 Milliarden Euro, die von den privaten Verbrauchern über die EEG-Umlage getragen werden muss.

Am 14. Oktober wird sich herausstellen, wie viel der Ökostromausbau die Privatverbraucher im kommenden Jahr konkret kosten wird. Mitte Oktober veröffentlichen die Betreiber der Übertragungsnetze die EEG-Umlage für 2012.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>